.. die geschichte eines rosa pianos in der aorta des lebens...
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Altes neu aufgelegt.. **

Manchmal zieht es mich einfach hinaus.
Hinaus zu den kalten ignoranten Menschen. Und ehe ich's mich verseh', sitz' ich ganz still und leise in einer Ecke und beobachte sie. Anmutige ältere Damen, die sich ihren Weg durch die Massen bahnen. Hektische Zahnarztgattinnen, die eben noch von der sakralen Leichtigkeit undefinierbarer Kunstobjekte schwafelten, um im nächsten Moment genervt in ihr Handy zu brüllen, sie würden jetzt zum Sport gehen. Kinder, die quengelnd an den Händen ihrer Eltern zerren, weil sie soeben das tolle Hello-Kitty-Shirt entdeckten, oder einfach wunderschöne Pärchen, die ihr Glück nicht fassen können, und bei jeder Gelegenheit die Nähe und Berührung des anderen suchen. Eilende Geschäftsleute, die ohne Rücksicht auf Verluste zu ihrem ach so wichtigen Termin in der Brasserie hetzen. Und.. Oh..! Die Sonne scheint!
8.8.07 21:04


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Altes neu aufgelegt.. *

Ein kleines Zimmer, lediglich beleuchtet von einer unscheinbaren alten Schreibtischlampe, die trotz ihrer Schäbigkeit immer noch ein angenehmes Licht verbreitet. Das Gesicht des Schreibers gefärbt in verschiedene Rot-, Gelb- und Braunnuancen, starr auf das Papier gerichtet. In der Brille spiegeln sich beschriebene Zeilen, und ehe man sich’s versieht, zieht ein filigraner grauer Schleier Zigarettenrauchs vorbei und legt sich für kurze Zeit auf das Spiegelbild.
‘Gott, wie gern würde ich rauchen können!’ schießt es mir durch den Kopf, als ich mich an meinen Laptop setze und das Bild von einem Schriftsteller bei der Arbeit an meinem geistigen Auge vorüber ziehen lasse.
Den Rauch tief und genüsslich, aber dennoch konzentriert auf das Schreiben, einsaugend, um ihn dann langsam und nahezu ekstatisch erotisch aus Mund und Nase ziehen zu lassen.
Seltsamerweise muss ich dabei immer an Romy Schneider denken, in einem ihrer 70er Jahre Filme. Eine unglaubliche Frau, die, je älter und reifer sie wurde, schöner und anmutiger erblühte. Faszinierend.
Was er wohl macht? Ob er auch wieder vor seinem Computer sitzt, und kleine literarische Meisterwerke schafft?
‘Mensch Kerl, Du gehst mir nicht aus meinem Kopf!’ Hör ich mich laut ausrufen, und blicke mich dabei unsicher um, ob mich ja keiner gehört hat. Natürlich, hat mich keiner gehört, aber dennoch fühle ich mich ab und an dazu angehalten meiner paranoiden Ader zu frönen, um dann im nächstfolgenden Augenblick mich über mich selbst lustig zu machen. “Kein guter innerer Dialog!” hör ich Christopher schon sagen.
Ich schaue aus dem Fenster. Erwartungslos, wie immer und kann mich dennoch an der sich vor mir erstreckenden Landschaft aus kahlen “Scherenschnittbäumen”, Autos und vieler Gebäude erfreuen.
Kermit sitzt wie immer auf meiner Sound-Box und lacht mich auf seine Muppet-Art an. Ich muss grinsen, aber mehr über mich. ‘Mensch, Du gehst mir echt nicht mehr aus dem Kopf!’
Ich öffne die Balkontür, stell mich raus, und mehr denn je, hab ich wieder mal das Bedürfnis zu rauchen. Ein meines Erachtens nach adäquater Moment, um sich den Tabakgenüssen hinzugeben.
Ich reflektiere das Wochenende. ‘Hm, wie schön. Wie schön er war. Ganz anders. Ein Brummbär. Lustig! Er sieht nicht mal wie einer aus. Hätte ich ihn berühren sollen? Ich saß, lag neben ihm. Auf dem Bett. Ganz nah. Ich konnte ihn deutlich wahrnehmen. Wie gern hätte ich ihn berührt. Nur berührt. Ganz leicht! Meinen kleinen Finger auf sein Ohrläppchen gelegt. - Wieso eigentlich das Ohrläppchen? - Hätte er es zu gelassen?.. ‘
Ich begebe mich wieder an meinen Schreibtisch, ziehe an einer imaginären Zigarette, und blase den imaginären Rauch bedächtig aus. Ich reibe meine Nase, gehe mir mit meinen Fingern der rechten Hand durchs Haar und nehme einen tiefen Schluck Wasser.
‘Er saß neben mir und las Günther Eich!’ Ein Lächeln gleitet über mein Gesicht.


( irgendwann irgendwo und mit irgendwem..)
8.8.07 20:57


Gedankenmaschinerie

Laut Hildegard steckt in jedem von uns ein Stück Gott.
Der göttliche Funke. Diesen zu finden, und zum Leuchten zu bringen.
Das Ziel menschlichen Daseins? Der Sinn des Lebens?

... und wieder rattern die Gedanken...

Wie ist es mit der Liebe? Sinn? Optisch freundliches Beiwerk?

Wer will sie wirklich? Mit ihren Dornen und Klingen. Wer hält sie aus? Und doch, unglaublich schön, edel und anmutig.
Nur ein Hauch von Sein, und doch so mächtig.

... der Alkohol, der Alkohol...

Er, seine Augen, der Augenblick. Ruhen auf mir, pulsieren in meinem Blut, und tragen mich durch den Tag.

Doch wer ist er? Ich kenne ihn nicht. Obwohl er neben mir, mir gegenüber, vor mir, saß. Durch Lachen und Augen-Blicke, den Beweis für seine Existenz erbrachte.

"Es ist nichts anderes als eine Frage von Schuld! Es geht um Schuld bei Dir!!??"

So nieder, so tief. Er schämte sich. War es wirklich Schuld? Nicht die Schulden, nicht die Angst vor der Verletzung, nicht die Angst vor dem Verlust der Erinnerungen, auch nicht die Angst vor der Angst, wie er doch nahezu flehentlich beteuert. Nein, nein, nein.. alles Scheiße. Alles Flachwichse, Stumpfsinn, Unsinn, Quatsch, Kacke, BLUBB.

Schuld... Schreib es Dir auf Dein Shirt, und laufe damit herum. Dann müsstest Du glücklicher sein. Weil alle werden sie sofort verstehen, sofern sie des Lesens mächtig, und Du wirst verstanden. VERSTANDEN! HÖRST DU!

... es soll aufhören. Schluss!! Keine Gedanken mehr!! Einfach aufhören!! Aber selbst im Schlaf bin ich nicht sicher.. Selbst da kämpfe, falle, schwimme ich.

... oder sehe zu..
7.8.07 14:39


heute..

Manchmal tut es einfach weh zu leben. Jeden Morgen aufzustehen, mit dem Wissen eine Pflicht zu erfüllen, um leben zu können. Arbeiten, studieren, arbeiten, studieren. Wenn man es nicht besser wüsste, verfällt man beizeiten in den Glauben, sich seine Daseinsberechtigung erarbeiten zu müssen. Leben ist ganz eng ans Geld geknüpft, an das was du tust bzw. gedenkst zu machen.
Aber einfach nur leben, schwierig.
Tut man es dennoch, einfach leben, ohne jegliche Verpflichtung oder Verantwortung, dann kommen die Gefühle, und Emotionen, die darauf warten von einem Besitz zu ergreifen. Einen nie wieder loslassen wollen, um einen in einen tiefen dunklen Sog zu ziehen.
Nein, Leben ist immer an etwas geknüpft.

Tatsächlich? Vielleicht auch nicht. Vielleicht existiert diese Vorstellung, dass man nicht uneingeschränkt leben kann nur in unserer Vorstellung. Vielleicht ist dieser Punkt, allein aus der Tatsache heraus entsprungen, dass wir diesen Gedanken geschaffen, ihn in die Welt entlassen haben.

Jeder ist seines Glückes eigener Schmied. Ist das Leben gleich Glück? Ist Glück Leben?

Wir sollten den Gedanken schleunigst wieder zurück holen, aber nicht vergessen. Nein, behalten, anschauen und daran denken, was es damit auf sich hat.
31.3.07 17:49


Zögerliche Schritte..

Da bin ich mal wieder. Nach langer Zeit.. 2 Jahre? Ich weiß es nicht jedenfalls ist es lange her.

Soll ich's wagen? Ich weiß es nicht.

Es ist viel passiert. Um mich, um Euch, in mir.

Mal sehen.

Die Disziplin, die liebe Disziplin.

Aber ich spürte den Kuss der Muse. Ganz still und heimlich.

Der Musenkuss.

Ich geb mir Mühe. Mit ihr stand zu halten, der Disziplin.

Orgelmusik in meinem Kopf.

So long..
18.2.07 21:07


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