.. die geschichte eines rosa pianos in der aorta des lebens...
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Kapitel 1: Justus liebt Jonas

Justus ist verliebt, und zwar in Jonas. Dabei kennt er ihn nicht. Er weiß nicht mal, dass Jonas Jonas heißt oder gar existiert!
Aber eins weiß er sicher, dass er sein Mensch ist. Die Person, auf die er sein Leben lang wartet. Und mit dieser Gewissheit im Herzen, steht er Tag für Tag auf, in der Hoffnung seinem Menschen irgendwann irgendwo zu begegnen.

Es war zwei Uhr Morgens. Gedankenverloren blickte Justus aus dem Fenster, und betrachtete den Mond und die Sterne. Es war eine klare Nacht, kurz vor Vollmond. Er lag im Bett, strich sich durchs Haar und seufzte einmal kurz. Versehentlich entglitt ihm dieser Ausdruck von Betrübtheit etwas zu laut, so dass er im nächsten Moment eine Stimme neben sich brummen hörte:
"Schläfst Du noch immer nicht?.... Hase, was los?"
-"Nein, ich kann nicht schlafen, und es ist nichts..."
Mit diesen Worten rollte er sich zusammen, eng an Rüdiger gekuschelt und schloss die Augen.

Im selben Moment wachte Jonas auf. Schlaftrunken richtete er sich auf, und blickte sich verwirrt um. Wieder mal hatte er das Gefühl seinen Namen gehört zu haben.
Nichts. Es war totenstill. Abgesehen von den tiefen Schnaufern Timos, und dem nächtlichen - oder morgendlichen? - Lärmen, war nichts zu hören.
Er sah aus dem offenen Fenster, noch zu verschlafen um den Mond zu bemerken, atmete die frische angenehme Abendbrise, die durchs Zimmer strich ein, und legte sich nahezu apathisch zurück ins Kissen,um im nächsten Moment wieder einzuschlafen.
9.1.06 10:05


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sonntags-zucker

Es war Sonntag. Ein sonniger kalter Oktobertag an einem Sonntag.
F?r diese Jahreszeit in diesen Breitengraden - wir befinden uns in Hamburg - eher ungew?hnlich, daf?r umso mehr willkommen.
Er stiefelte durch die nassen Strassen, ?ber matschiges Laub hinweg, und lauschte dabei leicht belustigt, dem seltsam knatschigen Quietschen seiner Schuhsohlen auf dem Untergrund.
Er lief und lief, vorbei an Leuten, an geschlossenen L?den, halb verbrannten Telephonzellen, und trotzte gleichzeitig mit tief herabgezogener M?tze und eng um sich gezogenem Parka dem frostigen Wind, der ihm entgegenwehte.
Kurze Zeit sp?ter sa? er mit einer Tasse schwarzen Kaffee auf einer Bank vor einem Caf?. Eigentlich mochte er keinen Kaffee. Er konnte ihn gar nicht mal richtig leiden. Er schmecke nicht so, wie er riecht. Aber an diesem Tag war alles anders. Ein sonniger kalter Oktobertag an einem Sonntag, an dem er schwarzen Kaffee trank. Warum nicht?
Er starrte eine Zeit lang, mit seinen H?nden tief in die Jackentaschen vergraben, unbeirrt und wie in Trance in die Kaffeetasse. Beobachtete den langsam stetig aufsteigenden hei?en Dampf, der von dieser seltsam anmutenden dunklen Br?he aufstieg. Er fr?stelte leicht. Dennoch beobachtete er unbeirrt, die filigranen Dampfschwaden die sich vor ihn kr?nzelten und kleine Ornamente in die Luft zeichneten. Schwarzer Kaffee. Er z?gerte.
Die Sonne streichelte ihm ?ber das Gesicht, und schenkte ihm ein Qu?ntchen an W?rme, w?hrend er die Tasse an seine Lippen f?hrte, um dann einen kleinen bitteren Schluck zu nehmen. Er verzog das Gesicht, und sp?rte die dabei aufkommenden Falten auf seinem Gesicht, und musste in sich hinein lachen.
Pl?tzlich fiel ihm ein j?disches Sprichwort ein:
"Was s??t den Kaffee? Der Zucker oder das Umr?hren?"
Er hielt inne. Schloss f?r einen Moment die Augen, geno? die wohltuende W?rme der Sonne, und nahm einen weiteren Schluck.
"Nat?rlich Ich..!"
Er grinste, und ward zufrieden.
11.2.06 21:31


eine traurige geschichte *

1:35h.
Nachts.
Ein Junge konnte nicht schlafen.
Nicht, dass er nicht wollte, nein.. er konnte einfach nicht.
Er lag in seinem Bett, w?lzte sich mal hierhin und mal dorthin.
Zu guter letzte wichste er sogar, in der Hoffnung davon m?de zu werden.
Nichts.
Einfach nichts. Er spritze ab, sp?rte das warme klebrige Sperma an seinen Fingern herab rinnen und sich in seinen Schamhaaren verkleben. Das wars. Kein Hauch von Entspannung oder anfliegender M?digkeit. Vielmehr setzte sich der Gedanke an dieses eine M?dchen, an welches er dachte, in seinem Kopf fest, und lie? ihn erst mal nicht mehr los. Er wischte sich mit Kleenex sauber, und zielte erfolglos auf den in der anderen Ecke des Zimmers stehenden Papierkorb.
Nun lag er wieder da. Die M?digkeit in seinen Gliedern, aber nicht in seinem Kopf, das M?dchen in seinem Kopf, aber nicht in seinem Bett.
Es war jetzt drei Uhr morgens. Der Mond schien durch sein Fenster, und er schlief immer noch nicht. Er ging ins Bad. St?berte in seiner Medikamentensammlung, die im Laufe einiger Arztbesuche immer gr??er wurde, und fand schlie?lich was er wollte. Diazepam. Wen k?mmerte schon das Ablaufdatum. Er nahm sich die letzten f?nf. Schluckte sie alle mit einem Glas Wasser runter, und legte sich hin.
Er lag.. und lag.. und lag.. und schlie?lich schlief er.
Wenn er noch nicht in der Notaufnahme liegt, dann liegt er noch in seinem Bett und schl?ft. Und wenn nach ein paar Tagen immer noch nicht in der Notaufnahme liegt, dann liegt er in seinem Bett und schimmelt!
9.10.05 15:48


á la Monsieur Galant...

A: Liebe?

B: Nicht unbedingt...

A: Hm...

B: (lacht)

A: Du lachst?

B: (k?sst A)

...
2.10.05 14:56


Roter Faden?

Vielleicht sollte ich einfach mal anfangen zu akzeptieren, dass sich nicht alles und jeder in meiner Welt befindet. Dass ich dort doch ganz mit mir alleine bin, und nichts als Schattenwunschbilder mich umgeben. Vielleicht sollte ich einfach mal jeden in seiner Welt belassen, und keinem meine aufzw?ngen.
Vielleicht sollte ich einfach mal erkennen, dass das Leben auch ohne mich weiter geht. Dass Schmetterlinge ohne mich zu kennen von Blume zu Blume tanzen, und dass Menschen auch ohne mich ein Leben f?hren.
Vielleicht sollte ich mich einfach mal als Teil eines Ganzen begreifen, und meinem Ego-trip ein Ende setzen.
2.10.05 14:45


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